Mittwoch, April 25, 2018

Frau Lehrerin

Der gestrige Abend war dann btw noch ganz spannend, es kam nämlich die Architektin vorbei und wir besprachen jetzt aber wirklich im Detail die letzten (vorvorletzten, der Storenmann und der Elektriker kommen am Freitag) Details für den Zimmerumbau. Wir haben erstens festgestellt, dass in unserem Haus praktisch nix zusammenpasst, was den Bodenbelag angeht, insofern ist es auch ok, wenn der oben jetzt wieder ein bisschen anders wird („Schiffsbodenparkett“ ist ein so schönes Wort!). Wir müssen noch ein bisschen (schon einiges, aber überschaubar) ausräumen, und dann geht es am 7 Mai los mit Bodenbelag entfernen (ich werde bis dahin und eben bis der Schiffsboden drin ist, also zca 8 Wochen im kleinen Bad crosstrainern, zwischen Klo, Waschbecken und Waschmaschine, aber der Crosstrainer ist so schwer und unhandlich, dass ich ihn für die recht überschaubare Zeit nicht ein Stockwerk runter und dann wieder raufwuchten möchte. Im Juni ist eh wieder biketowork, da hat er dann eh Pause). Ich freue mich schon sehr!

Heute dann hatte ich einen kleinen Lehrerinnenauftritt und zwar habe ich eine Kollegin bei einem internen Kurs vertreten. Was ich nicht wusste, ist, dass die Abkürzung ICP für „Investigator Certification Program“ steht und das lauter erfahrenen Quality-Menschen waren, denen ich da eins meiner Produkte und dessen Supply Chain vorstellen durfte. Ich war ein bisschen nervös, aber eigentlich gings, es war nur echt doof, dass der Raum so klein war, dass ich Probleme hatte, im richtigen Abstand zwischen Leinwand und Laptop zu stehen und dabei nicht auf die Zuhörer zu treten. Ich brauche anscheinend Platz zum Vortragen, ich habe nämlich irgendwie einen ganzen Bücherstapel umgeworfen, bin gegen einen PET-Sammeleimer getreten und rückwärt in eine grosse Pflanze gelaufen. Immerhin stand die da, dahinter wäre nämlich ein bodenhohes offenes Fenster (im dritten Stock) gewesen). Aber hey: so ist immerhin niemand eingeschlafen.

Ich habe auch die Radlsaison wieder eröffnet und bin mit einem Firmenradl (die muss man jetzt per App reservieren und auf- und absperren. Sehr fancy) einmal über den Fluss und zurück geradelt.

Am Nachmittag zwei Trainings, Gedöns, heim, auf der Stelle rennen im Bad

endlich mal wieder Nudeln machen und mit endlich mal wieder Salsa cruda (heisst das so? Auf jeden Fall Cocktiltomaten, Basilikum, Pinienkerne, Parmesan, Knoblauch, Schluck Balsamico und Olivenöl, P/S kalt mischen und mit den heissen Nudeln vermischen. Für mich eins DER Sommeressen) essen,







mit Kindern Quatsch machen, vorlesen, Couch, Bett, bis morgen.



Stressleveldurchschnitt gestern: 34
Selbstbeweihräucherung: Ich bin immerhin nicht richtig in die Pflanze gefallen!

Dienstag, April 24, 2018

Uniform

Ich lerne jetzt ja lauter neue Sachen, nach dem "Sounding Board" heute also ein "Skip Level Event". Worums da ging, ist eigentlich egal, es war nur so, dass wir als Gruppe mal wieder auf unsere Pendants von den Large Molecules gestossen sind.*


Das ist zwischen uns ein bisschen so, wie in jeder Familie: Geschwisterrivalität, man will sich abgrenzen, den Eltern zeigen, dass man es mindestens so gut drauf hat wie der Bruder oder die Schwester, und man mag sich dann doch irgendwie.


Auf jeden Fall dachte ich mir so beim Reinkommen: schau sie dir an, die Herren** Bio-Irgendwas. Alle ein Förmchen: Jeans oder Chinos, kariertes Langarmhemd, lässig hchgekrempelte Ärmel, akkurater Haarschnitt an den Seiten, verwegener Surfertouch oben drauf, kantige Kinnpartie, "gesunde" Bräune, und alle irre von sich überzeugt, einer wie der andere!


WIR hingegen, wir sind da ganz anders, wir sind eine total diverse, bunt durchmischte Gruppe: Wir haben Y., der aus China kommt, lang in USA gearbeitet hat und jetzt hier ist, wir haben D., der aus Schottland kommt und früher in einem mittelständischen Unternehmen gearbeitet hat und richtig gut schweizerdeutsch kann, wir haben J., der aus Kanada kommt und mit seiner Familie in Frankreich lebt, W., der aus Neuseeland kommt, auf einer Weltreise in Irland hängen blieb, eine Französin geheiratet hat und jetzt bei uns in der Schweiz arbeitet und mit dem ich Oompaloompa-Witze ohne Ende machen kann, wir haben E., der aus seiner alten Firma ganz viele meiner Kommilitonen aus der Uni kennt, N., die aus Ungarn kommt, nach Schweden ausgewandert ist und jetzt in der Schweiz lebt und ihren Wohnort anhand optimierter Fahrzeit zur nächsten Autobahnauffahrt ausgewählt hat, C. aus Indien, der via Slowakei in die Schweiz gekommen ist, alle total unterschiedlich. Und überhaupt nicht einheitlich!


Und während ich mir so innerlich ob unserer Diversity auf die Schulter klopfen wollte, schaute ich mich im Raum um und mir fiel auf: J., W., E., C., und alle anderen meiner Kollegen trugen ..... hochgekrempelte Karohemden und Chinos, die Frauen ausnahmslos Skinny Jeans und Flatterblusen (hochgekrempelt), man stand in einer grossen, offensichtlich (zu Recht natürlich) sehr von sich selbst überzeugten Gruppe zusammen.  Man kann offensichtlich die"Familienähnlichkeit" doch nicht verleugnen und "Globale Technische Hansl" sind dann doch irgendwie ein Schlag. (Oder aber ganz divers, wenn man mal hinter die aufgekrempelte Uniform geschaut hat).


Nur in Sachen Haarschnitt, da hinken wir ein bisschen hinter den LM-Kollegen hinterher. (Und bei der Gesichtsfarbe, aber das liegt dran, dass die dauernd in Kalifornien sind).


Stressleveldurchschnitt gestern: 38. Geht eigentlich.


Selbstbeweihräucherung: Heute im Face to Face-Meeeting mit dem Chef erstens ganz unaufgeregt mitgeteilt, dass ich, egal, was Italien macht, die Auffahrtsbrücke NICHT in Süditalien, sondern im Garten verbringen werde. War auch gar keine Diskussion, vor allem, weil der Chef einen Verdacht hatte: "Du, ich habe gesehen, du hast die letzten zwei Freitage JAZ eingezogen. Hast du schon wieder soviele Überstunden, dass ich von der Personalabteilung eins aufs Dach kriege?" "Nö, ich wollte nur die letzten zwei Freitage frei haben." "Ah. Phew."




* Diese Unterteilung in "Small Molecules" (= Chemisch hergestellte Wirkstoffe) und "Large Molecules" (Biologisch hergestellte Wirkstoffe, oft Antikörper) hat mich am Anfang meiner Pharmakarriere ziemlich irritiert. "Small Molecules" waren in meinem Kopf so was wie Wasser, Kohlendioxid, Aceton, Ethanol, Ethylacetat, kelin halt. Pharmazeutische Wirkstoffe, zum Beispiel Granisetron, Vismodegib, Alectinib oder Midazolam, finde ich eigentlich ziemlich gross. Aber natürlich winzig im Vergleich zu einem Antikörper, das stimmt schon.


** Generisches Maskulinum mit Absicht :-)

Montag, April 23, 2018

Warten reloaded

Ach ja, ich dachte heute morgen noch: was grummelt mein Bauch denn so? Ich habe doch voll vernünftig gegessen am Wochenende? Und warum bin ich so flipsig? Und ja, es ging ein bisschen, bis auch der Kopf verstanden hatte, dass Bauch und Nervositätszentrum dann doch Muffensausen vor dem OP-Besprechungstermin hatten. Und zwar mehr als dem Termin (bestätigtermassen harmloses Fibroadenom, das raus soll, in einer zu klärenden, vermutlich ambulanten und undramatischen Operation) angemessen schien.
Und so war ich dann beim Warten im Brustzentrum zwischen lauter „Krebs-Wie weiter?“-Broschüren eigentlich nicht nervös, es war dann zwischendrin sehr skurril, weil ein Mann, der einerseits nur sehr schlecht Deutsch (und alle anderen Sprachen, die Wartezimmer-, Anmeldungs- und Mammographie-Belegschaft im Angebot hatte, und das waren einige) verstand, oder/und nicht verstand, dass man nur dann geröntgt wird, wenn ein Arzt einen vorher gesehen hat (Also: überhaupt mal. Und man das mit einer Überweisung belegen kann. Und ob man dann als Mann eine Mammographie bekommt, weiss ich jetzt auch nicht, aber so weit kam es in der Diskussion nicht) seit Stunden im Wartebereich sass und nicht ins Erdgeschoss in die Polykliniksprechstunde für eine Überweisung oder überhaupt irgendwo hin gehen wollte. Es stellte sich heraus: seit Freitag jeden Tag. Sämtliche vom Krankenhaus aufgebotenen DolmetscherInnen, PflegerInnen, SeelsorgerInnen bekamen nur „Ich brauch Röntgen“ zu hören. Die Situation eskalierte dann kurz, als er einfach in das Röntgenzimmer reinmarschierte und das wohl vor Ort direkt in Angriff nehmen wollte. Ich habe den Einsatz des Sicherheitsdienstes dann verpasst, weil ich war dran.


Und. Hm. Der Plan war ja: OP-Besprechung, Schneiden wo, wann, wie lang dauert es, bis es nicht mehr weh tut? Schauen wir mal in den Kalender.


Was dann aber passierte war: „Ich möchte mir das im Ultraschall nochmal anschauen“ und dann „Wurde die andere Seite damals auch überprüft?“ (Ich weiss es einfach nicht mehr. Ich war ... nicht ganz auf der Höhe damals) und „Dann machen wir das jetzt noch, ich mag keine halben Sachen“. Soweit so gut, aber als dann der Schallkopf immer langsamer über dieselbe Stelle bewegt wurde, da ahnte ich schon, was ich hören würde: „Da ist noch so was, sieht eigentlich harmlos aus, aber Sie sind über 40, bisher ist es nicht aufgefallen, ich würde eine Biopsie empfehlen und dann erst die OP, für den unwahrscheinlichen Fall, dass wir beidseitig was machen müssen.“
Also: nächste Woche Biopsie reloaded und dann wieder warten. Ich möchte das nicht, ich möchte mir keine Sorgen machen, ich möchte nicht nervös sein und edgy und ungerecht und ungeduldig und dünnhäutig, aber es ist keine Frage fon mögen oder nicht, sondern das ist jetzt halt so. Und ich komme mir dabei total pienzig und überdramatisch vor, weil: „Es ist ja höchstwahrscheinlich nix“ und das ist viel besser, als was ganz viele andere Menschen (auch die, mit denen ich heute zusammen im Wartezimmer sass) zu höre bekommen.

Nun denn. Ich plane mich in „Kein Whatifism“ zu üben.



Stressleveldurchschnitt gestern: 38 (hat sich nach mehr angefühlt)



Selbstbeweihräucherung: Erst cool geblieben. Dann mit dem Hübschen telefoniert und nicht mehr cool gewesen Aber: ich hatte ein stilles Eckchen zum Heulen und der Makeup-Profi heult natürlich so, dass die Tränen möglichst wenig verschmieren und so musste optisch nix repariert werden vor dem Weiterarbeiten, nur ein strammer leicht wütender Fussmarsch zwischen Unispital und Arbeitsort war nötig, um die Gesichtszüge wieder auf Gleis zu bringen und den Rest des Tages nahezu stoisch Zeug wegzuarbeiten.


Sonntag, April 22, 2018

Erster!

Heute war ich also auf der ersten (und vermutlich einzgen) Erstkommunion meines Lebens bzw. der meines Patenkindes.
Einerseits war es sehr, sehr schön, Teil eines so grossen Familienfestes (und ein bisschen auch der grossen Familie) zu sein (obwohl es in unserer eigenen Familie mehr als genug Leute für grosse Feste gäbe, gibt es die aus den verschiedensten Gründen oder halt einfach so einfach nicht.), andererseits war es auch ganz schön anstrengend*, laut, und bei 30 °G draussen eben drinnen. Deshalb bin ich jetzt müde, habe höllische Kopfschmerzen und freue mich sehr, wenn der Hübsche gleich wieder kommt und ich mit ihm Blüten wie "Und sie total erfolgreich in ihrem Job und sehr klar und bestimmt in dem, was sie will. Klar, dass sie da keine gefühlvolle Mutter sein kann. Aber sie macht das trotzdem so gut, wie sie es halt kann"** teilen kann. Und wenn die Ibu wirkt.


Ha, noch was: das mit dem ProfilFoto? Das war heute auch auf der Kommunionsfeier Thema. Und mein Haarschnitt ("Rassig") und irgendwie denkt zumindest eine Grosstante des Kommunionkinds, dass ich Modedesignerin ware und mein Outfit selbst designt hätte. Und immer alles. Und ein total gutes Auge für Farbe hätte. Naja, was willste machen.***








Stressleveldurchschnitt gestern: 43. Hm.




Selbstbeweihräucherung: Ich war grad mehrfach eine Heldin heute. Ich hatte nämlich: Pflaster für Blasenfüsse ("Das ist ja klar bei lauter Ärzten, dass die das Richtige dabei haben." "Ich bin die einzige Nichtärztin. Und die einzige mit Pflastern dabei." "Oh."), eine grosse Flasche Wasser in der Kirche für meine und auch alle anderen extreme durstigen Kinder, T-Shirts für meine Kinder für das Fussballspielen nach dem Essen, Studentenfutter für den Unterzucker in der Kirche,






*Ich habe ohne Witz drei Mal "Aber wir sind doch zu zweit!" auf die Frage, wie ich den trotz Kindern arbeiten könnte geantwortet.


** nicht über mich, aber das ist ja so schräg, da will ich gar nicht wissen, was sonst so erzählt zw geurteilt wird


*** Mein Auge für Farben sagte: Dunkelblau steht mir. Und designt habe ich die Füllung meines Warenkorbs bei Esprit vor einiger Zeit. Und dann habe ich ein blaues Kleid mit einem blauen Bolero und blauen Pumps kombiniert. (und blauen Fingernägeln)

Samstag, April 21, 2018

Steine, Sonne, Zeug

Ich kann vermelden: es schläft sich super unterm Dach. Auch noch unumgebaut, mit dem hässlichen Bodenbelag, der mich seit >10 Jahren stört und der bald Geschichte ist und, trotz Hitze, auch noch ohne Klimagerät. Dafür aber mit gant offenem Gaubenfenster und damit Aufwachen durch Vogelgeschreigepiepse und dem natürlichlichsten aller Tageslichtwecker. Das war sehr, sehr schön (obowhl der Hübsche noch ausser Landes ist und jede Nacht ohne den Hübschen nicht so schön wie die gleiche MIT dem Hübschen ist).
Plan war heute: total relaxed aufstehen, frühstücken und dann auf die Bricklive zu gehen (wir waren letztes Jahr auch, aber ich finde den Link nicht mehr. Habe ich das nicht geschrieben? Hm), eine , riesengrosse Legomodellausstellung, Lego-Baumeister-Eldorado. Legolegolego.
Es gab vom meinem Arbeitgeber Rabatt auf die Tickets (und gratis-Muba-Tickets, die ich für den Fall von schlechtem Wette (ahahaha) auch noch organisiert hatte), die sonst recht saftig teuer sind.
Weil die Tickets tagesgebunden sind (und wir nächstes Wochenende überhaupt gar keine Zeit haben hinzugehen), waren wir heute dann also (liebe Baby- und Kleinkindereltern, ja, auch an die von total schlaflosen: diese Zeiten kommen. Vielleicht spät --hier hat kein Kind vor dem 7. Geburtstag ansatzweise durchgeschlafen und eins steht immer noch sehr früh auf--- aber irgendwann. Versprochen!) mit dann doch noch ein bisschen Gas geben immerhin um halb 12 dann bereit, um uns auf den Weg zum Bahnhof zu machen (wir haben ausgeschlafen, gekuschelt, Kaffee im Bett getrunken, den Garten gegossen, das Planschbecken eingelassen, ein Kind ging Semmeln* holen, eins in die Bücherei, ein Erwachsener hat daheim Frühstück gemacht und gegessen haben wir dann auch noch).





Die Kinder waren im siebten Himmel, Little L. ein bisschen anhänglich, weil er kurz nach Start dachte, er ware verloren gegangen und danach war es ihm dann sehr viel lieber, wenn er Gesellschaft beim Bauen hatte, es gab unendlich viele Baumöglichkeiten, die ausgestellten Modelle waren .... schon super, aber im Vergleich zu letztem Jahr erschienen sie mir ein wenig .... wenig?








Die lebensgrossen Tiere im Safari-Teil hingegen waren echt der Wahnsinn!





Ich habe mich allerdings recht schnell daran erinnert, warum ich das Event vom letzten Jahr nicht uneingeschränkt superst in Erinnerung habe:  ES IST UNENDLICH LAUT! (ich hatte den Plan, mich irgendwann in eine Kaffeeecke zu setzen und zu lessen, aber erstens: L. wollte nicht allein sein und zweitens: auch als Q. ihm Gesellschaft leistete und ich meinen Kaffee bekam, WAR ES SO LAUT, dass ich am liebsten weggerannt ware. Merke für nächstes Mal: L. auf gar keinen Fall den Eindruck geben, er könne verloren gehen und noisecancelling Kopfhörer mitnehmen.












Anyway: wir waren fast vier Stunden da, ich habe eine "Rocket"-Figur bekommen (ich LIEBE Waschbären und Rocket ist meine Lieblingsfigur aus den "Guardians of the Galaxy"), alles in alle, ein toller Tag! (ÖV-Fahren mit mittelgrossen Kindern: Walk in the park, sozusagen)




Daheim dann: Eis, Baden, Kommuniongeschenk einpacken**, Brot- und Zopfteig für morgen vorbereiten, Tonnen an Wäsche waschen, aufhängen, zusammenlegenm lecker Essen, "Betrübliche Ereignisse" schauen, schicke Klamotten für morgen parat legen, Wecker stellen, fertig.


Stressleveldurchschnitt gestern: 43


Selbstbeweihräucherung: Das Durchhalten im Lärm hat sich schon echt gelohnt. Die Kinder haben das Event genossen und mein Ohrenklingeln ist auch wieder vorbei :-)


*Thema Umweltschutz und Plastik in der Schule und "as close as you can get without growing Holzketten und ohne unverpackt-Laden, weil urgs, to zerowaste"Leben zu Hause: das Kind packt das Silser-Gipfeli (MEINS, und das ist ein Laugencroissant) zusammen mit den zwei Schokoberlinern in eine Tüte und dann ist es nicht nur zerquetscht, das ginge ja noch, sondern auch noch vller Schokolade! Grusel für die Umwelt....




** Ich war ja noch nie auf einer Erstkommunion und habe dann für das Karteschreiben nach "Erstkommunion Wünsche" gegoogelt. Der erste Treffer liess sich STUNDEN (mir ist heute nach Grossbuchstaben) über den Hintergrund, die Bedeutung und Blablabablarhabarberrhaberber de Erstkommunion aus, bevor die Kartentextvorschläge kamen. Und zwar "Die besten Wünsche zu Deiner ersten Kommunion" und "Herzliche Glückwünsche zur Erstkommunion." Tja. Da ware ich ja im Traum nicht draufgekommen!

Freitag, April 20, 2018

Carpe Diem

Man könnte meinen, wir leben in Norwegen (:-*) oder woanders, wo der Sommer ungefähr 10 Minuten im Juli dauert und nicht hier, wo es normalerweise zwischen April und Oktober halt einfach ... Sommer ist. Mit total heiss und gerne dann auch mal stickig, so wie wir uns heute in diesen Sommertag gestürzt haben.
Es ging früh los, weil ich den Hübschen und seine Mutter zum Bahnhof brachte (ein Pariswochenende mit dem Schwager steht an!), wieder daheim sah es so schön aus, dass ich auf dem Speicher auf eine Leiter kletterte und das Planschbecken vom letzten Jahr aus dem Regal zog und aufpumpte (dazu entwickelte ich mit einem Glücksei 40 Pokemons).
Während das Wasser einlief und die Kinder langsam aus den Betten auftauchten, packt mich der Rappel und ich dachte mir: "Ach, das wird ja bestimmt trotzdem noch recht kalt warden für die Kinder, ich hänge mal noch die Campingdusche zum Aufwärmen auf, das ist doch dann nett, so eine warme Dusche nach dem Planschen". Die Campingdusche (letztes oder vorletztes Jahr bei Tchibo gekauft) ist eigentlich nur ein Sack aus schwarzem Plastik, mit einem verstärkten Henkel, den man aufhängen und mit Wasser füllen kann. Unten kommt ein Schlauch raus, durch den man mit einem Hebel Wasser fliessen lassen kann und unten ist eine kleine Brause. Zur Sicherheit steht druaf, dass das in der Sonne sauheiss warden kann und man deshalb vor dem Duschen probieren muss, ob das zu heiss ist und man eventuell mit kaltem Wasser mischen muss, damit man sich nicht verbrüht.
Wenn man allerdings diesen Sack für zwei Jahre (oder auch nur eins? Ich glaube, zwei) draussen lagert, kann es sein, dass der verstärkte Henkel nicht mehr so super stark ist, und auch das Seil, an dem der Haken ist, nicht mehr taufrisch ist. Wenn man dann also auf einen Stuhl und dann auf den kleinen Tisch klettert, damit man den Sack am Balkon aufhängen kann, und dann den Sack mit 20L Wasser frisch aus dem Schlauch befüllt, und direkt kurz vor dem Zumachen das Aufhängeseil reist und eben diese 20L Wasser einem über den Körper klatschen, dann ist es schon gut, wenn das vor dem Aufheizen passiert, weil: verbrüht habe ich mich nicht. Runtergefallen bin ich auch nicht, wach war ich dann erst recht.


Irgendwann dann total unterzuckert die inder im Vollferienmodus zum Frühstück nötigen, auf Einkaufsrunde gehen incl Paket mit Kindersandalen abholen (Q. ist mit Schuhgrösse 40 dem Limango-Kinderangebot grösstenteils entwachsen, schade!), alles einräumen, schon wieder total unterzuckert schnelle Brotzeit vertilgen.
Little L.s Freundin ruft an und möchte ihn auf einen Ausflug mitnehmen, er stimmt sie mit "Aber bei uns können wir baden!" um und schon sind drei Kinder im Garten. Wir müssen noch eine kurze Runde zum Baumarkt machen (Leergut wegbringen, ein paar Sachen kaufen) und dann ist da so ein Käsemarketingstand und die Kinder wollen das Käseglücksrad drehen und irgendwie haben wir dann auf einmal eine Riesentüte Käse und eben noch das Baumarktzeug und es ist allen heiss genug zum Baden. Das Wasser ist schon noch echt .... sportlich frisch, aber die drei Kinder planschen und spritzen und haben wunderbar viel Spass zusammen, über Stunden! Mich packt irgendwie der Rappel und ich putze alle Fenster, jajajaja, ich weiss, Sonnenschein, Streifen, DAS BRENNT SICH REIN!, aber meine Güte, ich putz die eh nur mit dem Fenstersauger, da haben sie eh Streifen, da ist das dann auch schon wurscht, wasche zwei Ladungen Wäsche, und irgendwann dann werfen wir den Grill an, dann ruft das Backoffice der laufenden FDA-Inspektion an (es ist schon nach sechs und ich habe frei, aber tja, nun, FDA ist FDA) und braucht was, aber erst am Montag, das wird schon,. Wir schlagen uns den Bauch voll und als die Kinder am Ende dann auf dem Boden um die Feuerschale rum sitzen und Marschmelonen grillen seufzen wir alle drei, weil "So riecht Sommer". Echt perfekt.
(Dann noch schnell überall giessen, das Planschbecken ausleeren, was dem Garten schicke Reisfeldoptik verpasst, duschen und dann schauen wir noch "Betrübliche Ereignisse", und schon ist der Tag vorbei. Für die Kinder. Ich lege mich jetzt in die Badewanne)


Stressleveldurchschnitt gestern: 33


Selbstbeweihräucherung: das mit dem Fensterputzen, das war schon eine gute Idee. Und den Tag, den haben wir wirklich gut genutzt!

Donnerstag, April 19, 2018

Nupsi

Sie erinnern sich noch an den Riesenschreck im Herbst wegen des Nupsis (und ja, eigentlich ist Nupsi nicht der richtige Ausdruck, weil ein Nupsi ja AUF was drauf ist und nicht IN was drin, aber meine Güte, Nupsi-Polizei (das Gesrpäch mit den Kollegen über Kuchennupsis hallt noch etwas nach) und die Biopsie und alles ist gut?  Ich auch.
Und auch daran, dass ich ein halbes Jahr spatter nochmal zur Kontrolle kommen sollte und mir auch überlegen sollte, ob mich der Nupsi auch im Wissen, dass er harmlos ist, so stören würde, dass ich ihn loswerden wollen würde.

Das habe ich und die Antwort ist einfach: ich habe ihn entdeckt, weil er echt wirklich weh tut, wenn man hinkommt und das tut man relativ häufig (nicht nur bei Honkahonka, sondern ganz banal beim Umhängetaschetragen und, das stört mich besonders, wenn sich ein Kind von rechts an mich drankuschelt. Mittlerweile zucke ich da schon automatisch zurück und das ist sehr schade), also: raus damit, vor allem, wenn das, wie angekündigt, keine grosse Sache ist.


Also. Der Nachkontrolltermin war heute und ich dachte erst, ich ware gar nicht nervös, aber mein Bauch* sagte anderes. Aber: alles super, das Ding ist immer noch da (ach?), immer noch genau gleich gross, hat immer noch die gleiche Minizyste drin, die es auf dem Ultraschall wie ein Auge ausschauen lässt, ist immer noch blutversorgt und kann also raus.


Demnächst werde ich also vom Unispital aufgeboten, um das alles zu besprechen und dann wird das schon warden. OP mit Narkose gehört jetzt nicht zu meinen Favoriten (ich bin ja ein Kontrollfreak (ach?) und deshalb kann ich mit Vollnarkosen nicht gut umgehen, ausserdem habe ich danach immer Kreislauf und Kotzerei), aber an mir rumschnippeln und ich bin wach, das kann ich noch weniger haben.


Also dann: auf gehts!


Sonst so: Zeug erledigt, ich muss mir jetzt tatsächlich eine sichere Trittleiter organisieren, weil jemand als "Safety Moment" geshared hat, dass es sehr gefährlich ware, dass ich beim Aufhängen der neuen SHE-Blätter auf einen Stuhl geklettert ware, und morgen habe ich freifreifrei (auch schon eingetragen: der Dienstag nach Pfingsten und vielleicht nehme ich total krass auch noch den Montag vor dem ersten Mai frei. NUR FÜR MICH GANZ ALLEIN, die armen Kinder haben nämlich Schule.)




Stressleveldurchschnitt gestern: 35




Selbstbeweihräucherung: ich habe sehr uncool, aber gerade noch rechtzeitig mitten im Satz abgebrochen, als es um die Trittleiter ging und ich ausholte, dass wir vielleicht noch eine Seilwinde und ein Gstältli organisieren sollten, weil von einer Trittleiter fällt man schnell und ... guckt mal da draussen: ein Kindergarten geht vorbei!




*Symbolausdruck, nech?